Dr. Moussally zum Thema
Table Tops auf der IDS 2019

Table Tops: Wann und wie – richtige Instrumentenauswahl

Schwere Substanzschäden durch Erosionen und/oder Attritionen und Abrasionen nehmen immer mehr zu. Gleichzeitig werden diese Schäden ganzer Zahnreihen nur selten umfassend behandelt. Mit dieser kritischen These von Dr. Christian G. Moussally beginnt das Video beim Circle of Experts. Es zeigt drastische Beispiele teilweise junger Patienten, deren Zähne durch falsche Essgewohnheiten, Reflux oder stressbedingten Bruxismus stark erodiert sind. Leider geht damit oft auch ein Verlust der vertikalen Bisshöhe einher. Schmerzbedingt oder aufgrund mangelnder Ästhetik kommen die Patienten dann zum Zahnarzt. Wie geht man in solchen Fällen vor?

Dr. Christian G. Mousally sprach auf dem Circle of Experts im Rahmen der IDS 2019 über Table Tops.

Welches Material eignet sich für Table Tops?

Table Tops sind eine moderne, minimal-invasive Behandlungsmethode, die beherrscht werden will. Als Restaurationsmaterial erörtert Dr. Moussally im Video Glaskeramik, Hochleistungscomposite und Hybridmaterialien. Glaskeramik bietet den Vorteil, dass sich etwaige Risse aufgrund der Kristallstruktur nicht ausweiten. Nicht poröse Hochleistungscomposite zeigen hervorragende mechanische Eigenschaften und Hybridmaterialien sind als Keramik- und Polymer-Netzwerk sehr stark belastbar.

Grundregeln Keramik-gerechter Präparation

Gerade wenn der Biss bereits gesenkt ist, kann die Invasivität an Molaren und Prämolaren mit abgerundeten Übergangswinkeln minimal ausfallen. Außerdem gilt es, leicht abgerundete Ränder zu gestalten. Table Tops aus Composite erfordern immer eine Mindestschichtstärke von 1,00 mm, aus Glaskeramik 1,5 mm.

Korrekt mit Set

Dr. Moussally empfiehlt im Video, den Setcharakter des Okklusionsonlay-Sets 4665ST voll auszuschöpfen. Er beschreibt die entscheidenden Arbeitsschritte und das korrekte Instrumentieren bei der Präparation: Bei Korrektur der vertikalen Bisshöhe empfiehlt er, den Ausgangszustand per Mock-up darzustellen.

Für die Tiefenmarkierung und Vorkonturierung stellt er den Diamantschleifer 855D mit Lasermarkierung vor. Senkrecht auf die Okklusionsfläche aufgesetzt, kann die Führungsrille von 1 mm Tiefe sicher umgesetzt werden. Anschließend empfiehlt er den OccluShaper 370, der von mesial nach distal geführt die abgerundete, zentral konkave Form automatisch vorgibt.

Für die Separation und Finitur des Approximalraums greift er nach dem Anlegen von Metall-Matrizen zum Separierer 858 und zum formkongruenten Finierer 8858. Auf die realativ plane Okklusionsfläche empfiehlt Dr. Moussally, Mulden zur Stabilisierung der Onlays anzubringen. Diese fertigt er auf CAD/CAM-Basis an.

Appell ans Berufsethos

Kritisch wägt Dr. Moussally im Video den minimal-invasiven Charakter von Table Tops gegen deren Haltbarkeit ab. Für ihn spiegeln sie jedoch das Berufsethos moderner Zahnmedizin wider: „Viel mehr Patienten sind von Erosion betroffen als wir denken. Es liegt in unserer Hand, dies nicht zu verpassen und zu wissen, wie wir diese Patienten betreuen können.“ Und dabei hilft das Okklusionsonlay-Set 4665ST!

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