Aus biologisch-medizinischer Sicht ein perfektes Material: Keramik.

Dr. Oliver Adolphs über Biologische Zahnmedizin.

Dr. Oliver Adolphs, MsC, arbeitet in der eigenen Praxis in Köln Müngerdorf, gemeinsam mit einer Zahnärztin und einem Team von acht Mitarbeiterinnen.

Er ist gelernter Zahntechniker, Implantologe und Spezialist für Biologische Zahnmedizin und Keramikimplantate. Dr. Adolphs setzt auf die Biologische Zahnmedizin. Seine Freizeit verbringt er am liebsten mit der Familie und mit asiatischer Kampfkunst.

Herr Dr. Adolphs, kaufen Sie Ihre Lebensmittel im Bio Supermarkt?
Wir kaufen überwiegend biologisch bei Bauern und Landwirten der Region ein. Alles, was wir dort nicht bekommen, erhalten wir in unserem Bioladen des Vertrauens, direkt um die Ecke.

Besteht bei Ihren Patienten eine erhöhte Nachfrage, was eine natürliche Herangehensweise an die Zahnbehandlung betrifft?
Ja, eine sehr deutliche sogar, vor allem bei Implantaten. Die Patienten sind heute oft viel besser informiert als früher und gehen mit klareren Vorstellungen zum Arzt.

Sie recherchieren im Netz und hören sich im Bekanntenkreis um.
Der Einsatz von Keramik ist im Vergleich zu Titan immer noch eine Nische; und erfreulicherweise suchen viele Patienten gezielt nach dieser Nische. Diese Nische besetzen wir als Praxis aus Überzeugung.

Die Patienten sehen bei uns, dass wir einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen. Das ist ein deutliches Unterscheidungskriterium, was unserer Praxis sehr gut tut.

Was bedeutet der biologische Ansatz in der Zahnmedizin speziell für Ihre Praxis?
Wir arbeiten konsequent metallfrei und verzichten im chirurgischen Bereich auf Fremdmaterialien. Aus biologisch-medizinischer Sicht ist Keramik ein perfektes Material: Es ist biokompatibel und verursacht logischerweise keine metallbedingten Unverträglichkeiten. Diese sollte man übrigens nicht unterschätzen, weder in den Auswirkungen für den Patienten als auch in ihrer Häufigkeit.

Zusätzlich ist Keramik enorm stabil. Die Schleimhaut wächst an das Keramikimplantat heran und die immunologische Türe ist somit nach dem Eingriff geschlossen. Letztendlich gibt es Bakterien deutlich weniger Möglichkeiten, sich anzusiedeln und verringert damit also auch die Gefahr der Periimplantitis.

Ist die Entscheidung für vollkeramische Restaurationen auch in erster Linie eine ästhetische?
Aus ärztlicher immunologischer Sicht natürlich nicht. Aber echte Zähne sind nun mal weiß und nicht titangrau. Auch bei einem eventuellen Zahnfleischrückgang ist kein schwarzer Titanrand erkennbar. Das sieht doch viel schöner aus und hat einen großen Einfluss auf die Entscheidung der Patienten.

Keramik ist kein einfaches Material. Wie wichtig ist es, schon bei der Präparation keramisch zu denken?
Tatsächlich ist der Weg dorthin oft schwieriger als bei Metall. Man muss noch gründlicher und präziser vorarbeiten. Keramik ist so hart, dass es keine Ungenauigkeiten verzeiht.Keramik hat keine Möglichkeit, Hitze abzuleiten. Eine drucklose Präparation mit viel Wasserkühlung ist unabdingbar. Keramik verzeiht keine Kanten;Kanten müssen abgerundet werden. Keramik fordert mehr vom Behandler, aber gibt dem Patienten mehr zurück.

Wie wichtig sind komplette Präparations Sets für den Praxisalltag?
Ich bin generell ein überzeugter Komet-Kunde, ich mag die Sets sehr gerne.Ich habe dann auch schnell ganz klare Favoriten unter den Instrumenten, die ich auf Dauer öfter einsetze. Die Instrumente sind super: durchdacht, präzise und stabil. Für mich gibt es da keine Alternative. Eins noch: der K1SM, der Keramikbohrer, der ist unglaublich, der hält ewig!

Dr. Adolphs, vielen Dank für das Gespräch.

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